„Quadratisch. Praktisch. Geimpft.“

Impfen

Erstellt am 13/12/2021

Über 1000 Unternehmen unterstützen mit abgeänderten Slogans die Impfkampagne. Das ist Manipulation vom Feinsten. Hier wird durch pseudo-witzige Sprüche und bunte Bilder Impfdruck aufgebaut.

 

„Dann geh’ doch zum Impfen!“ empfiehlt der Discounter Netto.  „Impfen lohnt sich“ heißt es bei Lidl. Und der Fastfood-Riese Mc Donald´s wirbt gar mit dem Slogan: „Impfen – ich liebe es“.

Mit solchen Werbebotschaften unterstützen mittlerweile über 1000 Firmen die Impfkampagne der deutschen Bundesregierung. Deren selbst erklärtes Ziel ist es, bis Weihnachten 30 Millionen Menschen zu impfen.

„ZusammenGegenCorona“ lautet das Schlagwort der branchenübergreifenden Aktion. Die Idee stammt von der Berliner Werbeagentur Antoni, die einen begleitenden Werbefilm erstellt hat. In dem Streifen treten unter anderem die Volksbanken-Raiffeisenbanken auf mit dem Spruch: „Wir impfen uns den Weg frei“.

 

Schokoladen-Verpackung in Form eines Impfpasses

 

Auch der Schokoladenhersteller Ritter Sport sitzt mit im Boot und zeigt eine Tafel Schokolade, deren Verpackung dem gelben Impfpass nachempfunden ist.
Zwei Corona-Impfungen sind darauf eingetragen. Die Aufschrift: „Impfstoff – Erst piksen, dann knuspern“. Dazu wird der neue Slogan: „Quadratisch. Praktisch. Geimpft.“, präsentiert.

Wer denkt, das wäre nicht mehr zu toppen, sollte sich das Motto der Brauerei Warsteiner zu Gemüte führen: „Das einzig Wahre: Geimpft“.

 

Ist das noch Werbung oder schon Propaganda?

 

Dass sich diese Konzerne meilenweit von ihrem Kontext entfernen, indem sie Gesundheitsempfehlungen in Werbebotschaften verpacken, wirkt bizarr.
Auf den ersten Blick möchte man diese Kampagne in die Satire-Schublade einordnen. Doch die Sache ist ernst. Man könnte sich fragen, ob das noch Werbung oder schon Propaganda ist.

 

Warsteiner Impfkampagne Impfen

Warsteiner Impfkampagne, Credit: Facebook (Warsteiner)

 

Um es noch einmal zu verdeutlichen: Da wirken mehr als 150 Firmen an einer groß angelegten Marketing-Kampagne für die Pharmaindustrie mit. Alle Teilnehmer verbreiten eine einheitliche Botschaft, die einen invasiven medizinischer Eingriff verharmlost und uneingeschränkt empfiehlt.

Was muss passieren, dass Konzerne – darunter Global Player – einmütig für ein FREMDES Produkt werben? In mir weckt das Assoziationen zur Gleichschaltung.

Haftung für mögliche Nebenwirkungen werden die Firmen wohl nicht übernehmen. Das tut noch nicht einmal Big Pharma selbst – bei Schäden im Zusammenhang mit der Corona-Impfung haftet der Staat

 

Impfbotschaft wird zur Werbebotschaft

 

Nicht zuletzt wird die Kampagne von ganz oben abgesegnet. Bundeskanzler Olaf Scholz bezeichnete sie laut Welt als „ein herausragendes Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung und Eigeninitiative“.
Und da ist sie wieder, die soziale Verantwortung. Der Appell an Solidarität.

Bedenklich finde ich, dass man Impfen als spaßige Angelegenheit darstellt – ein ernstes Thema wird ins Lächerliche gezogen. Hinzu kommt, dass ein invasiver Eingriff verniedlicht wird. „Have a break, have a pieks“ twittert etwa Nestlé.

 

Nestlé Werbung Impfkampagne

Nestlé Slogan Impfkampagne Quelle: Twitter

 

Als erwachsener Mensch komme ich mir da ziemlich verschaukelt vor.
So redet man mit einem Kind – aber sicher nicht mit einem mündigen Bürger.
Ich finde diese Sprachwahl unangemessen. Sie zeigt, wie man das Volk für dumm verkauft, indem man ihm von oben herab die Welt des Impfens erklären will.

Dabei hatte jeder, der sich gegen Corona immunisieren lassen will, die Chance dazu.
Die Angebote sind da. Und wenn sich jemand dagegen entscheidet oder auf die Zulassung eines „altbewährten“ Impfstoffes warten will, hat er sich hierüber Gedanken gemacht.

Jetzt sollen sich diese Kritiker ausgerechnet von Konzernen überzeugen lassen, die keinerlei medizinische Kompetenzen haben? Finde den Fehler.

Fest steht: Diese Aktion ist für die Global Player Imagewerbung. Sie positionieren sich pro Impfung und gehen mit ihren Sprüchen viral.
Mega-Konzernen wird zu noch mehr Wachstum verholfen, während kleine Einzelhändler durch die vorangegangenen Lockdowns und die 2G-Regelung systematisch kaputt gemacht werden.

 

Medien amüsiert über „sehr lustige“ Werbekampagne

 

Ich habe den Eindruck, dass Impfen im Jahr 2021 keine persönliche Entscheidung mehr ist, sondern sich immer mehr einer Ideologie annähert. Der Impf-Status wird zum Statussymbol der selbst ernannten Gutmenschen. Dazu gehören jetzt auch Unternehmen.

Ich habe auf Kritik seitens der Presse gehofft, doch die Medien berichten zum Teil amüsiert: „Dabei sind sehr lustige Werbesprüche entstanden“, schreibt eine Journalistin für die Stuttgarter Zeitung

Sogar die BILD-Zeitung, die sich bisher kritisch gab und das Thema Impfen mit gewohnter Polemik aufgriff, hat eine Wende hingelegt: “Gegen #Corona zählt jetzt Teamgeist. Alle, die sich impfen lassen, bringen ein Stück vom Leben zurück, das wir so sehr vermissen. Bitte lass Dich impfen“, appelliert das Blatt auf Twitter.
Ob man hier noch von freier Presse sprechen kann – für mich eine rhetorische Frage.

 

Bild Zeitung Tweet Impfkampagne

Bild Zeitung Tweet Impfkampagne Quelle: Twitter

 

„Schmunzeln in Coronazeiten – wohl der beste Nebeneffekt dieser kollektiven Werbekampagne fürs Impfen gegen Covid-19“, urteilt der Stern. 

Solch ein unkritisches Medienecho scheint ganz im Sinne von Sven Dörrenbacher zu sein. Er ist einer der Geschäftsführer von Antoni. Im oben genannten Stern-Beitrag wird er wie folgt zitiert: „Und wenn Deutschland jetzt darüber schmunzelt, dann haben wir natürlich schon ein ganz großartiges Ziel erreicht (…).“

 

Diskriminierung Ungeimpfter bunt verpackt

 

Mein Fazit: Diejenigen, die darüber schmunzeln können, sind wohl in erster Linie Geimpfte. Mit dieser Werbekampagne hat man dem Hass und der Diskriminierung gegenüber Ungeimpften eine bunte, pseudo-witzige Verpackung verliehen.

Die Ernsthaftigkeit der Lage wird hier überspielt. Das ist Manipulation. Sie kommt harmlos und indirekt daher –  unter dem Deckmantel des Humors ist quasi alles erlaubt.

Ich finde es nicht lustig. Im Gegenteil. Wenn ich daran denke, wohin das noch führen könnte, bleibt mir das Lachen im Halse stecken.

Autor: Constanze Wilz

Ich bin die Anti-Heldin unter den Müttern.
Kuchen backe ich mit Wut statt Liebe, Bügeln halte ich für einen Mythos und ohne meinen Kuschelhund kann ich nicht einschlafen.
Statt einem inneren Kind habe ich einen inneren Kinski.

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Daria
7 Monate zuvor

Sehe ich genau so, mit Werbung hat es nichts mehr zu tun und die ingeimpfen werde zunehmend als „böse“ oder „blöd“ dargestellt. Diskriminierung pur, aber anscheinend ok für alle…

Frank
Frank
7 Monate zuvor

Alle boykottieren! Diese Werbung ist eine bodenlose Frechheit!

Ruth
Ruth
7 Monate zuvor

Heutzutage muss man aufpassen, wie man sich zum Thema Impfen äußert. Sehr mutig von dir deine Meinung öffentlich zu sagen. Wir leben in einer verrückten Welt. Seit Corona steht alles Kopf und kein Ende in Sicht…

Omikron
Omikron
7 Monate zuvor

Und welcher Weg soll aus dieser Pandemie führen, wenn nicht die Impfung?! Ich finde die Kampagne gut und freue mich über jeden, der sich von der Impfung überzeugen lässt. Wenn das nicht hilft, muss eben eine Impfflicht her.

Karl
Karl
7 Monate zuvor

Ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Jetzt bin ich soweit, dass ich mich dorthin zurück wünsche. Es war nicht alles gut aber solche Zustände gab es nicht. Traurig ist das, was aus dem Land der Dichter und Denker geworden ist. Noch vor fünf Jahren hätte sich das niemand in seinen wildesten Träumen vorstellen können. Ich wünsche mir dass die jungen Menschen aktiv werden, weil man ihnen die Jugend wegnimmt. Ihr seid jung, es ist eure Zukunft die von den korrupten Politikern verspielt wird! Scholz unterstützt auch noch diese Kampagne, ungeheuerlich.

Christine
Christine
7 Monate zuvor

Einfach nur schäbig diese kampagne. Alle Firmen sollten den Goldenen Windbeutel bekommen.

S.
S.
7 Monate zuvor

Danke! Jetzt weiß ich, was ich nicht mehr kaufe.

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